Tiengener Erdmännle e.V.
Tiengener Erdmännle e.V.

 

Am 7. März 1975 fand im Gasthaus ” Anker ” in Tiengen eine erste Zusammenkunft von Bürgern statt, welche die Absicht hatten, eine Narrenzunft zu gründen.Die Gründungsversammlung wurde am 29. Juni 1975 im Gasthaus ” Anker ” abgehalten.Bei einer öffentlichen Veranstaltung in der Festhalle Tiengen wurde am 25. Oktober 1975 unser Häs der Öffentlichkeit vorgestellt. Gleichzeitig mit dem Antrag um Aufnahme in die BNZ stellten wir uns am 11.11.1975 in der Stadthalle den Freiburger Narren vor. 

Am 26.02.1976 begann die erste Kampagne mit der Fasnetsausgrabung und Narrenbaum stellen. Am 28.02.1976 wurde ein Kinderumzug mit anschließendem Bürgerball in der Festhalle Tiengen durchgeführt. Auch wurden die ersten Kontakte mit auswärtigen Zünften geknüpft. Dem Antrag um Aufnahme als Gastzunft in die BNZ wurde am 06.10.1976 entsprochen. Mit dem Sturm auf das Rathaus wurde 1977 die zweite Fasnet eingeleitet. Dem folgte ein Zunftabend. Die Fasnet endete am Rosenmontag in der Festhalle Tiengen mit einer gemeinsamen Veranstaltung des gemischten Chores und den Tiengener Erdmännle. Nach der 4. erfolgreichen verlaufenden Fasnet und zahlreichen Aktivitäten wurden wir am 11.11.1979 feierlich in die BNZ aufgenommen. Die Patenschaft übernahmen die St.Georgener Rebläuse und die Freiburger Hexen.

 

 

 

In den früheren Jahrhunderten gab es in den Tuniberggemeinden so gut wie keine Sagen. Das Interesse der Sammler und Liebhaber solcher Geschichten galt mehr dem Bereich des Kaiserstuhls.Nur eine, die wir Euch jetzt erzählen möchten, wurde von den Sammlern schriftlich festgehalten.

Noch bis in unser Jahrhundert hinein ging die Sage unter der Tiengener Bevölkerung von den Unterirdischen, den “Erdmännle”.Viele Dorfbewohner hatten eine sehr gute Beziehung zu diesen urigen Gestalten. Zwei Frauen aus Tiengen hatten ein besonders freundschaftliches Verhältnis zu ihnen. Diese beiden Frauen pflegten sogar am “Geißenrain” bei ihnen z’Licht (zur Spinnstube) zu gehen. Das ging eine Weile gut, bis eines Tages die kleinen “Erdmännle” meinten, daß es wohl besser wäre, wenn die Frauen nicht mehr kämen, da einige Tiengener Bürger dies vielleicht nicht gern sähen.Die beiden Frauen waren sehr traurig darüber. Als Abschiedsgeschenk legten ihnen die Unterirdischen einen Wisch Stroh in den Schurz. Als die beiden Frauen auf dem Heimweg waren, warf eine von Zeit zu Zeit eine handvoll Stroh weg, während die andere sagte: “Ich trag’s heim, s’isch grad glich.”Da bemerkten sie, daß ein Erdmännle hinter ihnen herging das drohend sagte: “Je mehr d’wegwirfsch, je wenige de hesch .” Als die Frauen nun in Tiengen angelangt waren hatte die eine all ihr Stroh weggeworfen. Die andere jedoch, die ihr Stroh behalten hatte blickte in ihren Schurz und sah, daß sich das ganze Stroh in große Goldtaler verwandelt hatte.Das ist also unsere Sage. Und wenn die “Erdmännle” und die beiden Frauen nicht gestorben sind, so leben sie heute noch, wenigstens einmal im Jahr an der Fasnet für die Tiengener.

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